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Darüber hinaus verabschiedete die Regierung eine umfassende Reform des Arbeitsrechts durch fünf Verordnungen, die am 22. September 2017 erlassen wurden. Dies war der erste Schritt zu einer massiven Reform des Arbeitsmarktes. Der zweite Schritt kam im August 2018 mit dem Gesetz 2018-771 über die “Freiheit, die berufliche Zukunft zu wählen”, das ein weites Feld abdeckt, von der Berufsausbildung und Lehrlingsausbildung bis hin zur Gleichstellung der Geschlechter und der Entsendung von Arbeitnehmern. Sie ebnet auch den Weg für die Reform des Arbeitslosenversicherungssystems. Seit dem 17. August 2015 werden in den 13 französischen Regionen zweiteilige Regionalausschüsse (Commissions réitaires interprofessionnelles) eingerichtet, die den 4,6 Millionen Beschäftigten in KMU mit weniger als 11 Beschäftigten eine Deckung durch ein Informations- und Beratungsgremium anbieten (Arbeitsgesetzbuch, Artikel L.2234-1). Aufgabe des Ausschusses ist es, Arbeitnehmer und Arbeitgeber rechtlich zu informieren oder zu beraten; Beratung oder Annahme von Ratschlägen oder Erklärungen zu Fragen im Zusammenhang mit KMU (Berufliche Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und Sicherheit, Prognosemanagement von Kompetenzen). Werden die drei Voraussetzungen nicht erfüllt, gilt der Streik als rechtswidrig. Arbeitnehmer, die an unrechtmäßigen Streiks teilnehmen, sind nicht durch Streikgesetze geschützt und können sanktioniert oder entlassen werden. Zu den ungesetzlichen Streiks gehören z.

B. Go-Slows und Sabotageakte, Streiks in Bezug auf eine bestimmte Verpflichtung, die Teil des Arbeitsvertrags ist (z. B. Bereitschaftsdienst), wiederholte Blockaden oder Besetzungen des Unternehmens ohne kollektiven Arbeitsstillstand oder Arbeitnehmerbefragung, und Streiks auf Unternehmensebene, die rein politisch sind. Schließlich wurde durch den Rahmen der arbeitsrechtlichen Reform von 2017 die Dezentralisierung verstärkt. Dies bedeutet, dass bei einer Vielzahl von Themen Vereinbarungen auf Unternehmensebene vorrangigen; und die Rolle der Sozialpartner bei der Verwaltung des Arbeitslosenstands und des Berufsbildungssystems wurde mit zunehmender staatlicher Rolle verringert. Seit 1968 sind die Gewerkschaftsrechte von den Unternehmen anerkannt, und die Gewerkschaften sind berechtigt, Betriebsverwalter (délégués syndicaux, Arbeitsgesetzbuch, Artikel L2143-1 bis L2143-23) zu ernennen, die befugt sind, Tarifverträge auf Unternehmensebene auszuhandeln und zu unterzeichnen. Die anderen Arbeitnehmervertretungen haben diese Befugnis nicht, wenn es mindestens einen Betriebsleiter gibt. Seit der Reform der Repräsentativität im Jahr 2008 können Gewerkschaften, die nicht als Vertreter in einem Unternehmen anerkannt sind, einen “Vertreter der Gewerkschaft” (représentant de la section syndicale, RSS, Labour Code, Artikel L2142-1-1 bis L2142-1-4) ernennen, der ähnliche Rechte hat wie ein bestellter Betriebsleiter, mit Ausnahme des Rechts, Tarifverträge auszuhandeln.

Nach einem Mehrheitstarifvertrag können die Betriebsverwalter ihre Tarifmacht an den ESC übertragen, der dann Tarifverträge aushandeln und aushandeln kann. Die Schulungsseminare stehen EPSU-Mitgliedsverbänden offen und insbesondere: Ein Tarifvertrag gilt für Ihr Arbeitsverhältnis, wenn Sie Mitglied der Gewerkschaft sind, wenn Ihr Arbeitgeber Mitglied des Arbeitgeberverbandes ist und die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband einen Tarifvertrag ausgehandelt haben. Ein Tarifvertrag gilt auch, wenn in Ihrem Arbeitsvertrag darauf Bezug genommen wird oder Ihr Arbeitgeber einer Branche angehört, in der allgemein verbindliche Tarifverträge gelten (z.B. Gebäudereinigung, Sicherheitsdienste und andere). Fragen Sie die Beratungsstelle Für Faire Integration, ob für Sie ein Tarifvertrag gilt. Unter bestimmten Voraussetzungen, wenn die Gewerkschaftsvertretung nicht vorhanden ist oder wenn ein Mehrheitstarifvertrag die Verhandlungsbefugnis von den Gewerkschaftsvertretern auf die SEC überträgt. Andere Gewerkschaften haben erheblichen Einfluss, haben aber noch keinen repräsentativen Status auf nationaler sektorübergreifender Ebene. Sie könnten jedoch durchaus Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene oder, wenn sie die sektorale Schwelle bei den letzten Wahlen erreichen, auf sektoraler Ebene durchführen. Jede Arbeitsstunde über den gesetzlich festgelegten 35 Stunden zählt als Überstunden.

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